Diskriminierungsformen

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Es ist gesetzlich verboten, Menschen z.B.  aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder Sexualität zu diskriminieren. Gleiches schreibt auch der Pressekodex vor. Weiterhin gilt es, Vorurteile oder benachteiligende Praktiken zu bekämpfen (das geht z.B. aus den UN-Behindertenrechtskonvention hervor).

Ein fundiertes Wissen zu Diskriminierungsformen ist essenziell, um als Medienschaffende:r zum Abbau und zur Prävention von Diskriminerung beizutragen.

Auf unserer Webseite haben wir aktuell fünf Diskriminierungsformen aufbereitet: Ableismus, Antisemitismus, Klassismus, Rassismus, Sexismus

Zu jeder Diskriminierungsform gibt es vier Bereiche:

Basics – Einführung in die jeweilige Diskriminierungsform

Sprache – Vertiefung und mediale Anwendungsbeispiele

Bild und Ton – Vertiefung und mediale Anwendungsbeispiele

Kurztipps – Wichtigste Infos zum Download

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Ableismus

Ableismus beschreibt die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. Diese Diskriminierung basiert darauf, dass Menschen anhand bestimmter, normierten Fähigkeiten verglichen werden, die angeblich alle haben sollen (wie z.B. laufen, sehen, sozial interagieren).

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Antisemitismus

Antisemitismus richtet sich gegen (vermeintlich) jüdische Menschen, Institutionen und Einrichtungen. Antisemitismus hat unterschiedliche Erscheinungsformen und funktioniert unabhängig vom Verhalten jüdischer Menschen.

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Klassismus

Klassismus ist eine unterschiedliche Behandlung von Menschen aufgrund der (angenommenen) sozialen Herkunft beruht. Menschen werden an Erfolg, Status, Bildung und klassenspezifischem Verhalten gemessen und beurteilt. Es erfolgt eine Einteilung in nützlich/unnütz, fleißig/faul, sozial/asozial, etc.

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Sexismus

Sexismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Geschlecht (Gender) wird sehr unterschiedlich erlebt, gelebt und ausgedrückt. Gleichzeitig denken wir Geschlecht oft limitiert und grenzen all jene aus, die nicht in unsere Normvorstellungen passen.

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Rassismus

Rassismus ist Diskriminierung aufgrund von angeblichen körperlichen und kulturellen Unterschieden. Körperliche Merkmale (u.a. Hautfarbe oder Augenform), Name, Religion oder Sprache werden genutzt, um Menschen als nicht zugehörig und minderwertig zu stigmatisieren.

Hinweis

Verschiedene Diskriminierungsformen wirken oft zusammen (Mehrfachdiskriminierung). Dieser Gedanke liegt dem Konzept „Intersektionalität“ zugrunde. Ein Schwarzer, schwuler Mann macht beispielsweise andere Ausgrenzungserfahrungen als ein weißer, schwuler Mann.

 

Diskriminierungsformen getrennt zu betrachten hilft ihre jeweiligen Grundlogiken zu verstehen. Davon ausgehend kann zunehmend eine intersektionale Perspektive eingenommen werden. Je nach Kontext wirken sich Diskriminierungsformen als Privilegien (Vorteile) oder Nachteile aus.

Es gibt noch viele weitere Diskriminierungsformen wie Heterosexismus, Antiziganismus oder Altersdiskriminierung.