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stARTcamp Beitrag 2019

Ownership oder die Macht der Dokumentation

Wie können wir unsere Prozesse so dokumentieren, dass Erfahrungen offen geteilt werden und wir mehr Ownership für unsere eigene Arbeit bekommen?

von Ann-Kathrin Watolla, HOOU@TUHH

Wenn wir im Wissenschafts- und Bildungskontext von Dokumentation sprechen, sind damit meistens die Produkte unserer Arbeit gemeint. Nur selten sprechen wir über jene Prozesse, die zu diesen Ergebnissen geführt haben – sowohl die Erfolge als auch die Sackgassen. Aber gerade diese können uns in Zeiten, in denen Offenheit im Wissenschafts- und Bildungskontext zunehmend an Bedeutung und Aufmerksamkeit gewinnt, einen wichtigen Schritt voranbringen. Mit der Session „Ownership oder die Macht der Dokumentation“ im Rahmen der Veranstaltung stARTcamp meets HOOU, die im September 2019 an der HAW Hamburg stattfand, soll genau dieses Thema adressiert werden: Wie können wir unsere Prozesse so dokumentieren, dass Erfahrungen offen geteilt werden und wir gleichzeitig mehr Ownership für unsere eigene Arbeit bekommen?

Um dieser Frage nachzugehen, teilte sich die Session in drei Teile:

  1. Warum dokumentiere ich?
  2. Was will ich dokumentieren?
  3. Wie will ich dokumentieren?

Warum?

Im ersten Schritt wurde in der Session diskutiert, welche Ziele mit einer Dokumentation verfolgt werden: Dabei ging es vor allem darum, für nachfolgende Projekte und Vorhaben eine Grundlage zu schaffen, um nicht jedes Mal wieder bei Null anfangen zu müssen. Auch die Möglichkeit, so Partizipationsmöglichkeiten zu schaffen und insbesondere Erfahrungen des „Scheiterns“ zu teilen, wurden als zentrale Ziele identifiziert.

Was?

Bei der Frage nach dem Inhalt der Dokumentation wurden insbesondere die Sackgassen, die Fehlversuche und die daraus gewonnenen Erkenntnisse hervorgehoben. Diese offen bereitzustellen könnte nicht nur innerhalb der eigenen Institution, sondern auch darüber hinaus vor ähnlichen Erfahrungen bewahren. Allerdings ist dies natürlich vor allem bei geförderten Projekten nicht immer möglich bzw. vom Förderer gewünscht.

Wie?

Für eine offene Dokumentation, die den Beteiligten mehr Ownership über ihr eigenes Projekt ermöglicht, braucht es eine offene Kultur, in der das Teilen zum Selbstverständnis wird und nicht als Kontroll- und Bewachungsinstrument missbraucht wird.

Mitschrift

Eine Mitschrift aus der Session „Ownership oder die Macht der Dokumentation“ gibt es auch von Nele Hirsch: https://hackmd.io/@Nele/rygm01gIS