H5P AR-Scavenger

H5P-AR-Scavenger | offenes Softwaretool für den Einsatz von Augmented Reality in der Lehre

Augmented Reality bietet viele Möglichkeiten zur Verzahnung von physischer und digitaler Welt, mutet aber oft komplex an. „Die Anreicherung von Orten und Gegenständen mit virtuell dargestellten Informationen muss doch kompliziert sein“, meinen viele.

Dies zu verändern, ist Oliver Tacke beim Hacks&Tools meets#OERcamp angetreten und stellte den Prototyp von AR-Scavenger vor, der Lehrenden ein kostenloses und möglichst unkompliziertes Werkzeug an die Hand gibt, um Augmented Reality in ihrem Lehrkontext einzusetzen. Der Prototyp rief ein großes Interesse in der anwesenden Community hervor und wurde von der Jury mit einer Förderung versehen.

AR-Scavenger ist ein neu entwickelter H5P-Inhaltstyp. H5P eignet sich besonders für das Vorhaben, da das Framework weit verbreitet und einfach zu bedienen ist. So wird auch der neue Inhaltstyp kostenlos verfügbar sein, in allen gängigen Browsern funktionieren, kaum Einschränkungen hinsichtlich der verwendeten Geräte mitbringen und aufgrund der offenen Lizenzierung unkompliziert erweiterbar sein.

Mit AR-Scavenger wird es für Lehrende möglich sein, auch ortsunabhängig gestellte Aufgaben bearbeiten zu lassen. Dabei wird eine physische Umgebung mit virtuellem Material angereichert und kann von Lernenden erkundet werden. Über sogenannte Marker, die AR-Scavenger mit einem mobilen Endgerät sucht, können Texte, Tondateien, Bilder, Videos oder H5P-Interaktionen wie Quizzes, interaktive Graphiken oder Reflexions- und Dokumentationsaufgaben eingeblendet werden.

Neben Lehrenden aus formalen und non-formalen Bildungseinrichtungen richtet sich der neue Inhaltstyp auch an Mitarbeiter:innen von Museen und anderen kulturellen Einrichtungen.

Warum OER die Welt verbessern:

Ich würde das mit „Empowerment“ beantworten, weil ich keine gute ungestelzte deutsche Übersetzung dafür kenne. Menschen können deutlich einfacher selbst das Ruder in Sachen Lernmaterialien in die Hand nehmen statt von anderen abhängig zu sein. Ergreifen wollen muss man das Ruder allerdings immer noch selbst.

Wie meine OER die Welt verbessert:

Ich möchte Lehrenden einfach eine Lösung an die Hand geben, mit der sie schnell erste Erfahrung mit Augmented Reality sammeln können. Ob das gleich die Welt verbessert, weiß ich nicht 🙂

Wie ich auf die Idee zu meiner OER kam:

Die Idee hat mich gefunden. Nele Hirsch hat sich einen H5P-Inhaltstypen wie meinen gewünscht, und da ich schon mehrfach solche Wünsche erfüllt habe …

Meine Lieblings-OER:

Das ist wie mit der Lieblingsfernsehserie, das schwankt immer mal. Die Wikipedia ist auf jeden Fall eine sehr, sehr feine Sache.

Warum mir mein Projekt so wichtig ist:

Für mich war es ein neues Lernfeld. Ich habe ja nicht alles von Grundauf programmiert, sondern einige Bausteine von anderem Menschen benutzt – quasi Software remixed. Dabei habe ich neue Dinge gelernt. Ganz egoistisch also.

Welche Ziele möchte ich mit der Projektförderung umsetzen:

Der neue H5P-Inhaltstyp wäre ein Freizeitprojekt gewesen und wäre auch ohne die Förderung zustande gekommen, aber seine Umsetzung hätte sich einfach deutlich länger hingezogen. Die Förderung hat geholfen, dass ich nicht erst genug Geld verdienen musste, um mir Zeit für die Programmierung nehmen zu können. Irgendwie müssen ja auch Entwickler:innen von Open-Source-Software ihre Brötchen verdienen, was sich leider zu oft Anwender:innen nicht klarmachen.

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