Lernen ohne Aufgaben

Lernen ohne Aufgaben – Selbstbestimmte, individuelle Lernwegsdokumentation

Im Projekt Lernen ohne Aufgaben (LOA) soll ein Open-Source-Tool entwickelt werden, das es ermöglicht, den eigenen Lernweg zu dokumentieren. Dabei sollen Nutzer:innen von OER-Inhalten wesentliche Aspekte des LOA-Lernansatzes zugänglich gemacht werden und z.B. die Befüllung eines individuellen „Lernwunschkorbs“ möglich sein.

Hinter LOA steht die Idee, mit neuen kooperativen Lernerfahrungen eine Transformation des eigenen Lehr-/Lernverhaltens zu erreichen und in fünf Stufen in einem Peer-to-Peer-Prozess ein aktives Könnensrepertoire aufzubauen. Dafür werden kleine, praxiserprobte und wissenschaftlich evaluierte Instrumente für Lernende zugänglich gemacht, wobei der eigene Lernfortschritt als Maß für Erfolg gilt. Nutzer:innen gehen mit den Lernthemen in Resonanz, entscheiden, welche ihnen wichtig und dienlich sind und gestalten so aktiv ihren Lernweg. Ziel ist es, in schulischen und außerschulischen Lernsettings Vertrauens- und Übungsräume zu schaffen, die von Bewertungen unabhängig sind.

Um eine möglichst große Community zu erreichen soll die eigene Lehr-Lern-Praxis auf www.loa.jetzt als OER zugänglich gemacht werden. Dabei entstehen vielfältige Inhalte von Textdokumenten und Bildern über Audios und Videos bis zu interaktiven Übungen. Alle Inhalte werden im Team erstellt und durchlaufen einen Feedbackprozess durch die Lerner-Community.

Zielgruppe des Projekts sind alle Lernende ab neun Jahren, aber auch Eltern insbesondere in mehrsprachigen Kontexten sowie Lehrende, die den LOA-Modus für ihre Lehrpraxis einsetzen möchten. Hinzu kommen außerschulische Lernhelfer:innen und LOA-Multiplikator:innen.

Alle Inhalte sollen unter CC BY 4.0 veröffentlicht werden, so dass eine Nachnutzung gewährleistet ist.

Warum OER die Welt verbessern:

Wir Menschen befinden uns in einem Zwischenstadium der Transformation vom alten hierarchischen Denken und Arbeiten hin zu einer Kultur des Miteinander und der Ermöglichung. OER sehe ich als einen wichtigen Baustein der Alltagskultur, mit dem wir uns ganz praktisch in einer Kultur des Teilens erproben können.

Wie meine OER die Welt verbessert:

Den LOA-Lernansatz („Lernen ohne Aufgaben“) praktizieren wir mit Lehrenden und Lernenden gemeinsam, um ihnen Erfahrungen mit einer neuen Lernkultur zu ermöglichen und lösen damit viel Begeisterung aus.

Aber „Lernen ohne Aufgaben“ weicht so stark von dem ab, was wir alle mehr oder weniger als „klassische Lehr-Lern-Gewohnheiten“ verinnerlicht haben, dass es sich nicht so ganz einfach im eigenen Lehr- oder Lernalltag auch längerfristig etablieren lässt. Dafür brauche ich als Einzelner+ eine Gemeinschaft, mit der ich mich austauschen, Erfahrungen reflektieren und Ideen austauschen kann.

Auf der Webseite LOA.jetzt bieten wir einen Pool fachlicher LOA-Impulse und zeigen beispielhafte Lernwege. Begleitend bilden sich LOA-Lernzirkel, die wir mit Reflexionsräumen und Erfahrungsaustausch unterstützen.

Unsere OER verstehen wir als Einladung, die Lernwelt Schritt für Schritt zu verbessern: Gemeinsam herauszufinden, wie wir sie zukunftstauglich gestalten und eine neue Beziehungskultur für Lehre und Lernen etablieren können.

Wie ich auf die Idee zu meiner OER kam:

Es war die Beobachtung, dass wir uns im informellen Bereich beim Thema Lernen in vielen Punkten ganz anders verhalten als in formellen Lehr-Lernsituationen.

Gummitwist, einen Tanz oder das Jonglieren lernen wir nicht mit Aufgaben, sondern indem wir zuschauen, üben, es irgendwann können – und dann vielleicht dem Freund oder der Freundin beibringen möchten.

Genau so aber kann man auch „klassische Schulthemen“ erlernen, das habe ich in vielen Jahren entwickelt und erprobt. Die große Resonanz und unser relativ kleiner Wirkungskreis motivierten mich und das LOA-Team, die LOA-Lernideen als OER zugänglich zu machen.

Meine Lieblings-OER:

Welches meine Lieblings-OER ist, kann ich noch gar nicht sagen. Aber meine Lieblings-Community ist die OER Community, weil hier auf Augenhöhe gelebt und gearbeitet wird, weil ich meine Fragen in die Runde stellen kann und Antwort bekomme. Weil ich spüre, ein Teil einer Gemeinschaft zu sein, die nicht nur redet, sondern einfach macht und dabei immer weiter lernt.

Warum mir mein Projekt so wichtig ist:

Schule und das Thema Lernen erzeugen vielfach Leidensdruck. Das geht mir ans Herz – und wäre nach meiner Erfahrung eigentlich gar nicht nötig, wenn es gelingt, einige blinde Flecken zu entdecken und Erfahrungsräume für neues Lernglück bereitzustellen.

Mit LOA möchten wir mehr Leichtigkeit und Freude in die Lernwelt bringen und dabei helfen, dass jeder Einzelne+ sein Lernpotential bestmöglich entfalten und sinnvoll in seiner Lerngruppe für kokreatives und kollaboratives Lernen einbringen kann.

Welche Ziele möchte ich mit der Projektförderung umsetzen:

Wir entwickeln ein Open-Source-Tool, das es Nutzern+ von OER-Inhalten ermöglicht, LOA-Prinzipien selbstständig anzuwenden, in einem Peer-to-Peer-Prozess über fünf Stufen ein aktives Könnensrepertoire aufzubauen und in einem „Lernwunschkorb“ den individuellen Lernweg zu dokumentieren.

Dafür werden kleine, praxiserprobte und wissenschaftlich evaluierte Instrumente für Lernende zugänglich gemacht, wobei der eigene Lernfortschritt als Maß für Erfolg gilt. Ziel ist es, in schulischen und außerschulischen Lernsettings Vertrauens- und Übungsräume zu schaffen, die von Bewertungen unabhängig sind.

    Menü schließen