„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ alle kennen diesen Spruch. Abbildungen unterstützen das – digitale – Lernen. Teil 2: Was ist bei der Erstellung von Visualisierungen technisch zu beachten? Ein Ausflug in die Welt der Pixel und Vektoren.

Was ist ein Bitmap- oder Pixelbild?

Pixelbilder entstehen beim Fotografieren mit einer digitalen Kamera, beim Einscannen von Bildern sowie beim Erstellen und Bearbeiten von Bildern in Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop oder Gimp. Ein Bitmap- oder Pixelbild besteht aus vielen kleinen quadratischen Bildpunkten, auch Pixel genannt. Jeder dieser Bildpunkte hat einen eigenen Farbwert, und nur zusammen mit vielen Tausenden Pixeln ergibt sich ein erkennbares Bild. Wenn Sie ein Pixelbild vergrößern, können Sie die einzelnen Pixel sehen. Das Bild wirkt dann sehr gerastert. Pixelbilder sind gut geeignet, wenn Sie viele verschiedene Farben, Farbverläufe und sehr genaue, detaillierte Darstellungen haben: z.B. Fotografien oder Illustrationen. Bildformate von Pixelbildern sind: tiff, jpg, gif, png, bmp …

Die OER Beyond the Screen arbeitet bei ihren Bauanleitungen viel mit Fotos, also Pixelbildern, https://beyondthescreen.design.haw-hamburg.de/artikel/signbot, CC BY 4.0

Die Größe von Pixelbildern wird in Pixel (px) angegeben. Pixel ist auch die Größeneinheit aller digitalen Ausgabegeräte (Beamer, Bildschirm, Display). Eine weitere Größeneinheit bei Pixelbildern: dpi (dots per inch). Dies bestimmt, wie viele Pixel pro Inch angezeigt werden können. Bei den digitalen Ausgabegeräten sind das 72 dpi, d. h. auf einen Inch haben 72 dpi Platz. Bildschirme und Beamer haben eine Auflösung von 72 dpi.

Die Vektorgrafik

Die Vektorgrafik ist ausschließlich aus geometrischen Formen aufgebaut, d. h. aus Linien und deren Füllungen. Jede Linie und jede Füllung hat einen einzigen Farbwert oder einen Farbverlauf. Eine Vektorgrafik ist unendlich vergrößerbar, ohne dass sie an Qualität verliert – die Linien und Füllungen sehen immer gleich aus. Vektorgrafiken werden mit speziellen Programmen erstellt (z.B. Illustrator oder Inkscape). Sie eignen sich besonders für Grafiken mit wenigen Farben und Formen, wie z. B. Diagramme, Charts, Logos, Pictogramme usw. Bildformate von Vektorgrafiken sind: svg, wmf, ai, eps …

Vektorgrafiken können für die Ausgabe in ein Pixelbild umgewandelt und exportiert werden.

Eine typische Verktorgrafik: Das Logo des Lernangebots OER-FAQ, https://oer-faq.de, CC BY 4.0
Eine weitere Vektorgrafik aus der OER Nachrichten für Kinder, https://www.nachrichten-fuer-kinder.de/infographic/medientaetigkeit-im-tagesverlauf/,  CC-BY-NC-ND 4.0

Zu beachten

  • Je mehr Pixel ein Bild hat, desto größer ist das Bild und desto größer ist die Dateigröße.
  • Pixelbilder sind nicht unendlich vergrößerbar!
  • Für die Ausgabe am Beamer oder Bildschirm können Sie sich an der Auflösung des Ausgabegerätes orientieren.

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Credits für diesen Artikel:
Autorin: Martina Schradi
Lizensiert unter creative commons Namensnennung 3.0 Deutschland (CC BY 3.0 DE)

MARTINA SCHRADI berät und lehrt an der HAW Hamburg und an der Uni Basel zu Didaktik und Gestaltung von digitalen Lernangeboten. Außerdem zeichnet sie Comics.
Sie erreichen Martina unter martina.schradi@haw-hamburg.de